Risiken einer Po-OP

Viele Männer und Frauen sind mit ihrer Po-Form unzufrieden. Eine Möglichkeit etwas dagegen zu tun ist eine Po-Vergrößerung. Hierbei werden Implantate in das Gesäß eingebracht, um flache Gesäßformen zu korrigieren. In Brasilen ist diese Art der plastischen Chirurgie bereits beliebter als eine Brust-Operation. Allerdings sind diese Eingriffe meist kostspielig und mit einem hohen Risiko behaftet.

Die gängigste Variante, um den Hintern in die gewünschte Form zu bringen, ist die Auffüllung mit Eigenfett. Hierfür entnimmt der Arzt als erstes Fett, beispielsweise aus der Oberschenkelaußenseite. Diese wird in winzige Zellverbände zerlegt und anschließend in das Gesäß injiziert.

Dieser Eingriff hört sich zwar einfach an, ist aber dennoch keine Kleinigkeit. Diese Operation wird unter Vollnarkose durchgeführt und bedarf mehrerer Stunden. Mögliche Nebenwirkungen sind zum Beispiel Schwellungen, Spannungsschmerzen, Blutergüsse, Ölzysten und Infektionen bis hin zu Fettembolie. Vor allem treten Schmerzen dort auf, wo das Fett entnommen wurde. Eine so aufwendige Behandlung hat natürlich auch einen dementsprechenden Preis. Die Eigenfettbehandlung wird, je nach Aufwand, ab einem Preis von 3500 Euro angeboten.

Gründe für eine Po-OP

Durch eine derartige Operation kann die Ausstrahlung positiv verändert werden und die Körperproportionen in Harmonie gebracht werden. Diese Po-Vergrößerung steht hierbei sowohl Frauen als auch Männern zur Verfügung. Für beide Geschlechter ist das Aussehen eng mit dem Wohlfühlen verbunden und somit erfüllen sich immer mehr Menschen den Wunsch nach einer schöneren Po-Form.

Die Gründe für diese Operation sind meist sehr persönlich und die Entscheidung für diesen Eingriff sollte sowohl vom Patienten als auch vom plastischen Chirurgen, basierend auf den persönlichen Bedürfnissen, Wünschen und Vorstellungen getroffen werden.

Beratung und Untersuchung

Ein erstes Beratungsgespräch mit dem plastischen Chirurgen ist unvermeidbar, hier wird sowohl ein Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patienten aufgebaut und man kann auf die speziellen Wünsche und Vorstellungen eingehen.

Ein guter Chirurg nimmt sich viel Zeit mit der gemeinsamen Auswahl der Inlays, auch vor dem Spiegel. So kann anschließend schnell gearbeitet werden, kurze OP-Zeiten minimieren das Narkose- und Infektionsrisiko. Zudem verringert sich die postoperative Erholungszeit auf ein Minimum, so kann der Patient schnell wieder seinen gewohnten Alltag zurückgehen.

Mögliche Risiken und Komplikationen

Man sollte mit dem Chirurgen im Vorhinein abklären, ob man eine Gewichtsreduktion plant, denn dadurch verändert sich die Po-Form und beeinflusst so das operative Ergebnis. Allergien und Gerinnungsstörungen sollten auch unbedingt angegeben werden. Denn so können etwaige Voruntersuchungen veranlasst werden.

Die Auswahl des Operateurs, des Operationsverfahrens und der Implantate gewährleistet zudem eine Reduzierung der möglichen Komplikationen. Aber wie bei jeder anderen Operation herrscht immer ein Restrisiko. Solche Komplikationen erfordern anschließend eine kompetente Therapie durch den plastischen Chirurgen. In ganz seltenen Fällen ist es notwendig, das Implantat für kurze Zeit zu entfernen.

Silikonimplantate unterliegen auch einer Materialermüdung, dies kann zu Defekten an der Hülle des Implantates führen. Schwere Unfälle können sogar das Implantat zerstören, dann kann es passieren, dass Füllmaterial mit dem Gewebe in Kontakt kommt. Kochsalzlösungen werden hierbei komplett vom Körper resorbiert, Silikon kann zu Fremdkörperreaktionen führen, nach Jahren kann daraus ein Silikonom entstehen. In der heutigen Zeit ist es allerdings, dank der modernen nicht-invasiven Untersuchungsmethoden, ziemlich einfach die Unversehrtheit oder eine Beschädigung des Implantates festzustellen. Sollte man sich für Implantate bekannter Firmen entscheiden, dann wird eine Produktgarantie gewährleistet und die Implantate können in sämtlichen Ländern nachbestellt und ausgetauscht werden.