Sonnenschutz – darauf kommt es wirklich an

Die Zahlen sind erschreckend, jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 250.000 Menschen an Hautkrebs. Ein beachtlicher Anteil daran lässt sich auf übermäßige Sonneneinstrahlung zurückführen. Auch bei einem bedeckten Himmel können die Sonnenstrahlen durchdringen. Besonders bei Kindern und Jugendlichen reagiert die Haut sehr empfindlich auf die UV-Strahlung. Jeder einzelne Sonnenbrand lässt das Risiko von Hautkrebs steigen. Gerade Kleinkinder müssen vor dieser Strahlung geschützt werden, da der Eigenschutz der Haut noch nicht vollständig entwickelt ist.

Sonnenschutz bedeutet die potenziell schädlichen Auswirkungen des UV-Lichtes zu vermeiden. Die wirksamste Möglichkeit ist es sich keiner UV-Exposition, wie Sonnenbaden oder Solarien, auszusetzen. Das Tragen von geeigneter Kleidung samt Kopfbedeckung erhöht den Schutz umso mehr. Aber wer möchte schon bei strahlend blauem Himmel im Haus bleiben oder eingemummt herumlaufen? Genau deshalb wurden Sonnenschutzmittel entwickelt. Anwendungen finden diese am häufigsten als Sonnenmilch, Sonnencreme oder Sonnenspray.

Lichtschutzfaktor und UV-Schutz

Sonnenschutzmittel sollten sowohl vor UV-A als auch vor UV-B schützen. Daher enthalten sie sowohl chemische als auch physikalische UV-Filter.

Die chemischen Filter absorbieren hierbei die energiereiche Strahlung und geben sie als energieärmere, langwelligere Strahlung ab. Sie dringen in die oberste Hautschicht ein, die Epidermis genannt wird, weshalb ein idealer Sonnenschutz erst nach ungefähr 30 Minuten gewährleistet ist. Neben den Filtern sind auch häufig Antioxidantien enthalten, diese schwächen die Alterungsmechanismen der Haut ab.

Die physikalischen Filter reflektieren und streuen das Sonnenlicht. Diese dringen nicht in die Haut ein, weshalb eine Unverträglichkeit so gut wie nie vorkommt. Daher werden sie auch überwiegend für Kleinkinder empfohlen.

Der gemessene Lichtschutzfaktor, welcher auf der ganzen Welt standardisiert ist, gibt an, wie viel Mal mehr UV-B Strahlung benötigt werden, um im Vergleich zu ungeschützter Haut Rötungen hervorzurufen. Wer also zum Beispiel nach zehn Minuten in der Sonne Rötungen bekommt, kann mit einem Sonnenschutz des Lichtschutzfaktors 20 20-mal so lange in der Sonne bleiben, also 200 Minuten. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass Nachcremen die Schutzzeit nicht verlängert. Experten empfehlen tatsächlich nur rund 60 Prozent der Schutzzeit im direkten Sonnenlicht zu verbringen.

Die richtige Creme

Wer länger sonnenbaden möchte, als es die Eigenschutzzeit der Haut zulässt, muss einen Sonnenschutz auftragen. Die Auswahl an Sonnenschutzmitteln ist groß, deshalb ist es wichtig zu wissen, welchen Sonnenschutz man benötigt. Der erste Anhaltspunkt ist der Hauttyp, daran muss dann der Sonnenschutzfaktor gerichtet werden. Als zweiter Anhaltspunkt ist die Anwendungsform, auch hier gibt es einiges zu beachten. Sonnenmilch lässt sich ziemlich leicht auftragen und zieht schneller in die Haut ein als haftende Cremes. Menschen mit Mallorca-Akne sollten am besten fettfreies Sonnenschutzgel verwenden.

So cremt man richtig

Den Sonnenschutz sollte man 30 Minuten vorher auftragen, bevor man sich in die Sonne begibt. Beim Sonnenschutz sollte man großzügig sein, vor allem bei den sogenannten „Sonnenterassen“, wie beispielsweise Nase, Stirn, Rücken, Schultern und allen anderen Stellen, an denen man leicht Sonnenbrand bekommt. Nur wenn man genug Sonnenschutz aufträgt, kann man sich auf den angegebenen Lichtschutzfaktor verlassen. Generell sollte man den Sonnenschutz öfters auftragen, da sich dieser durchs Schwitzen abwäscht.

Wasserratten sollten darauf achten, dass die Produkte wassertauglich sind. Wenn ein Sonnenschutzpräparat mit „wasserfest“ gekennzeichnet ist, bedeutet, dass die Creme nach zweimaligem Wasserkontakt zu je 20 Minuten noch schützt. Bei „extra-wasserfest“ sind es sogar 4 mal 20 Minuten. Allerdings sollte man sich nach dem Kontakt mit Wasser erneut eincremen.

Genießen ohne Reue

Für den besten Sonnenschutz ist es entscheidend, die Haut zu schützen und aufzubauen. Einen Sonnenbrand gilt es stets zu vermeiden. Mit den oben genannten Tipps hat man die Sonne im Griff und man kann die Sonne genießen, ganz ohne dass man sich Sorgen machen muss, ohne Sonnenbrand und ohne Probleme.