Chia-Samen: Schatztruhe der Mayas neu entdeckt

Winzige Samen, die weiß oder dunkelbraun bis schwarz sind, haben einen unglaublich hohen Nährwert. Sie versorgen den Körper mit Proteinen, Vitaminen A, B, E und D und verschiedenen Mineralien. Darüber hinaus sind sie eine ausgezeichnete Ballaststoffquelle, welche die Verdauung unterstützt. Sie helfen beim Abnehmen und geringe Mengen von den Wunderkörnern decken den täglichen Bedarf an Energie.

Sie haben ihren Ursprung in Mexiko, Zentral- und Südamerika und wurden als eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Völker wie Maya und Azteken konsumiert. Der Begriff Chia stammt aus der Sprache der Maya und bedeutet „Kraft“, da sie als eine sehr wertvolle Energiequelle bei den Mayas erkannt wurde. Im 15. Jahrhundert erschien die wundersame Chia-Pflanze zum ersten Mal auf europäischem Boden, geriet aber schnell in Vergessenheit. Inzwischen wurde der proteinreiche und glutenfreie Wundersamen wieder neu entdeckt und gelangt mittlerweile an die Spitze der Einkaufslisten.

Chia-Samen: Superfood schlechthin

Chia-Samen sind reich an Nährstoffen, die sich in herkömmlichen Lebensmitteln nur in geringen Mengen befinden. Damit man eine genauere Vorstellung davon hat, was das bedeutet, sind die nutritiven Eigenschaften der Chia-Samen in Vergleich zu anderen Lebensmitteln in einem knappen Überblick zusammengefasst und lauten wie folgt:

  • Chia-Samen enthalten
  • achtmal mehr Omega-3 als Lachs
  • sechsmal mehr Kalzium als Milch
  • dreimal mehr Eisen als Spinat
  • fünfzehnmal mehr Magnesium als Brokkoli
  • sechsmal mehr Protein als Bohnen
  • viermal mehr Phosphor als Magermilch

Die tägliche Dosierung der Chia-Samen liegt derzeit bei 15 Gramm. Da sie geruchlos sind, haben sie keinen Einfluss auf den Geschmack der Speisen, weshalb man sich an den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der kostbaren Chia-Samen erfreuen kann. Damit kann man Salate, Toasts, Desserts, Joghurt bestreuen oder bei der Zubereitung von Brot, Kuchen oder Brötchen hinzufügen.

Vor der Verwendung der Chia-Samen wird empfohlen, sie mindestens 10 Minuten in Wasser einzuweichen, damit die gelartige Schicht aus Ballaststoffen entsteht. Wenn möglich, sollen die Chia-Samen immer am Ende des Kochprozesses hinzugefügt werden, da sie einige ihrer Nährstoffe durch thermische Verarbeitung verlieren.

Mit Chia-Samen zur schlanken Figur und makellosen Haut

Aufgrund des hohen Ballaststoff- und Proteingehalts sowie der wertvollen Nährstoffe sind Chia-Samen besonders für Menschen geeignet, die abnehmen möchten. Der Verzehr von Chia-Samen hilft, den Appetit zu reduzieren, da er ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl gibt, beschleunigt den Stoffwechsel und löst Glukogene aus, die für die Fettverbrennung essenziell sind.

Chia-Samen enthalten Omega-6-Fettsäuren, Antioxidantien (nur ein Gramm Chia-Samen sind viermal reicher an Antioxidantien als frische Blaubeeren) und Proteine, die auch für die Gesundheit der Haut wichtig sind. Interne Entzündungen sind oft die Ursache für viele Hautprobleme, und da es bekannt ist, dass gesunde Nahrung auch das Äußere beeinflusst, sollten diese Superkörner regelmäßig in der Küche Verwendung finden.

Studien haben gezeigt, dass der Verzehr von Chia-Samen auch die Gesundheit von Haaren und Nägeln beeinflusst, da Chia eine wichtige Proteinquelle (20 Prozent) ist, die der Körper ständig braucht, um die Haarwurzeln oder Nägel aufrechtzuerhalten und zu schützen.

Chia-Samen und ihre vielseitige gesundheitliche Wirkung

Chia ist ein potenzielles natürliches Heilmittel für Typ-2-Diabetes, das in vielen Laboratorien der Welt untersucht wird. Die gelatineartige Beschichtung, die der Chia-Samen in Kontakt mit der Flüssigkeit entwickelt, kann einen plötzlichen Anstieg der Blutglucose verhindern.

Zudem hat der Chia-Samen eine positive Wirkung auf den Zustand der Blutgefäße, denn es wurde bewiesen, dass er das sogenannte „gute Cholesterin“ erhöht und den Wert des „schlechten Cholesterins“ senkt.
Dank einer großen Menge an Ballaststoffen, die er enthält, reinigt er den Darm und verbessert allgemein das Verdauungssystem.

Chia-Samen haben auch in Bezug auf den Bluthochdruck eine heilende Wirkung. Eine brasilianische Studie aus dem Jahr 2014 hat gezeigt, dass die dreimonatige Einnahme von gemahlenen Chia-Samen den Blutdruck senken kann.

Außerdem ist der Chia-Samen reich an Omega-3-Fettsäuren, weshalb er eine wichtige Rolle für die Gehirn- und Gelenkgesundheit spielt. Darüber hinaus stärkt er die Zähne und Knochen aufgrund eines hohen Gehalts an Kalzium und mit einer regelmäßigen Einnahme von Chia-Samen kann Osteoporose verhindert werden.


Die richtige Ernährung als Jungbrunnen

Gegen das Älterwerden kämpft Frau mit vielen Cremes, Lotions und anderen Anti-Aging Mitteln, die von außen auf die Haut aufgetragen werde. Aber wo bleibt die Bekämpfung von innen? Es ist allgemein bekannt, dass Stoffe wie Fette und Alkohol schädlich für die Haut sind. Sie enthalten Moleküle, die Zellen schädigen und für Falten verantwortlich sind. Doch es gibt auch viele Lebensmittel, die der Haut guttun. Selbstverständlich erfolgt der gewünschte Erfolg nicht von heute auf morgen, aber mit einer erfolgreichen Ernährungsumstellung ist die Wirkung vorbeugend und nachhaltig.

Vitamine – immer ein Muss

Freie Radikale, die die Hautzellen angreifen und sie schädigen, können am besten durch die Vitamine A, C und E, Chrom, Zink und Selen bekämpft werden. Die Vitamine C und E verleihen der Haut Elastizität und fördern die Verdauung. Sie sind vor allem in Avocados, Blutorangen und grünen Trauben enthalten. Vitamin E fördert zudem eine bessere Durchblutung. Für schöne Haare und Fingernägel sorgt Biotin (Vitamin H). Dieses versteckt sich in Blumenkohl, Haferflocken und Äpfeln. Vitamin B hat ebenfalls eine große Schutzwirkung. Es lindert Entzündungen und sorgt für einen frischen Teint. Vitamin B findet man hauptsächlich in grünen Gemüsesorten, wie zum Beispiel Brokkoli oder Spinat. Grüner Tee gilt hierbei als kleiner Geheimtipp für das Schönmachen. Vitamine sind aber nicht nur gut für die Haut. Sie stärken die Knochen und das Immunsystem, fördern die Aktivität des Gehirns und beugen dem Nachlassen der Sehkraft vor.

Kohlenhydrate und Proteine

Auch, wenn Kohlenhydrate und Fette als negativ gelten, gehören sie dennoch zu einer gesunden Ernährung dazu. Dabei kommt es hauptsächlich darauf an, dass es sich um Vollkornprodukte handelt, denn sie versorgen den Körper mit ausreichend Ballaststoffen. Diese regen die Verdauung an, was wiederum die Voraussetzung für eine schöne Haut ist. Auch Fettsäuren wie Omega-3 unterstützen diesen Effekt. Daher sollte Raps- oder Walnussöl ebenfalls auf dem Ernährungsplan stehen. Proteine sind notwendig, um kleine Schäden zu reparieren und die Hautalterung aufzuhalten.

Proteinbausteine sind für den Aufbau und die Erneuerung von Körperzellen verantwortlich, daher sind zum Beispiel Sauermilchprodukte wie Joghurt, Molke und Buttermilch gut für einen gesunden Teint und Pflege. Sie enthalten viel Proteine und Kalzium und liefern viel Energie.

Naturprodukte und andere Geheimtipps

Einer der Gründe für Alterung sind Entzündungen, die unter der Haut entstehen. Um diese zu bekämpfen, sind Naturprodukte die beste Wahl. Tierische Produkte wie Fleisch und Wurst enthalten Arachidonsäure, die ebenfalls gebildet wird, wenn man Omega-6-Fettsäure- haltigen Lebensmittel wie Margarine zu sich nimmt. Dies führt dazu, dass sich freie Radikale vermehren und die Faltenbildung beschleunigen. Das Wundermittel dagegen sind Beeren, je dunkler, desto besser. Dabei ist ein Glas Holunderbeersaft ein echtes Muss. Es enthält das Schutzpotential von 14 Gläsern roten Traubensaft und 55 Gläsern Apfelsaft. Ein weiterer Geheimtipp sind Möhren und Tomaten. Sie enthalten Karatinoide und wirken der Alterung entgegen. Zusätzlich sorgen sie für ein frisches Aussehen. Besonders die Karotten verleihen einen rosigen Hautton, der laut wissenschaftlicher Studien als attraktiver angesehen wird als ein gebräuntes Gesicht. Das besondere an den beiden Nahrungsmitteln ist aber der Schutz vor der Sonne. Ein täglicher Verzehr von Tomaten und Karotten erzeugt einen Lichtschutzfaktor von vier. Zwar reicht es nicht aus, um im Alltag komplett auf die Sonnencreme zu verzichten, aber sie bilden auf jeden Fall eine Schutzbasis. Dabei sind die Nahrungsmittel im gekochten Zustand sogar besser als im Rohen. Der größte Geheimtipp für eine schöne Haut und jugendliche Ausstrahlung ist Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Daher sollte die Ernährungsumstellung auf keinen Fall verkniffen betrachtet werden.